PHYSIOTHERAPIE UND ENERGETISCHE BALANCE


 
 

Jeder Mensch ist ein Original. Jeder Körper ist ein Ganzes und kann nur klaglos funktionieren, wenn er sich im Gleichgewicht befindet. An den Schwachstellen des Systems können Schmerzen oder andere Probleme entstehen, deren Ursachen oft ganz wo anders liegen. Deshalb sollte der Bewegungsapparat untersucht, problemidentifiziert und individuell behandelt werden. Laufend überprüfen wir die Ergebnisse dieses Prozesses und bei Bedarf passen wir den Behandlungsplan zusammen an.


Behandlungsmethoden:

Spiralstabilisation der Wirbelsäule

Bei dieser Methode handelt sich um eine Aktivierung von Verbindungen stabilisierender Muskeln im ganzen Körper während optimal koordinierter Bewegung. So bildet sich ein dynamisches, stabilisierendes Muskelkorsett. Wir üben mit einem elastischen Seil. Das Übungsprogramm ist so zusammengestellt, dass sich die Muskeln in Muskelspiralen "vom Fuß bis zur Hand" verketten. Die Wirbelsäule gleicht sich dabei in der Mittellinie aus, die Taille verschmälert sich und eine vertikale Traktionskraft auf die Wirbelsäule und die großen Gelenke entsteht. Dadurch kommt es zur Regeneration des Bewegungsapparates. Gleichzeitig geben die Muskelspiralen der Wirbelsäule eine optimale Beweglichkeit.

Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.spiralstabilization.com/de/

Neurolymphatische Reflexpunkte Stimulation

Ist eine spezielle Technik, die sich aus der Osteopathie und der Chiropraxis entwickelt hat und unter anderem zur Normalisierung des Tonus und der Funktionskoordination der Skelettmuskulatur helfen kann. Die neurolymphatischen Reflexpunkte wirken wie Sicherungen, die herausspringen, sobald das Lymphsystem überlastet wird. Die Aktivierung des interstitiellen, lymphatischen Raumes führt zu einer lokalen Entstauung, dadurch zu einer verbesserten Immunsituation und zur Beschleunigung des Regenerationsprozesses. In Folge dessen stärkt sich das vegetative Nervensystem und die Stressverarbeitung wird unterstützt. Die Größe der neurolymphatischen Reflexpunkte ist sehr unterschiedlich. Sie liegen entweder einzeln oder in Gruppen zusammen, viele Punkte liegen genau in den Antagonisten, in der myofaszialen Verlängerungen der Zugrichtung oder im Ansatzbereich der angesprochenen Muskeln bzw. in einer Muskelfunktionskette. Normalerweise sind diese Punkte empfindlich, wobei meist die Empfindlichkeit auf der Körpervorderseite größer ist als auf der Rückseite. Die Punkte, die am empfindlichsten sind, sind meistens auch die behandlungsbedürftigsten. Die Empfindlichkeit nimmt in der Regel im Laufe mehrerer Behandlungen ab. Um eine erfolgreiche Therapie durchführen zu können, beginnt man mit einer Muskelfunktionsprüfung. Dabei wird festgestellt, welche Muskeln qualitativ in ihrem Tonus nicht der eigenen Norm entsprechen und in ihrer Funktionskoordination gestört sind. Manche Muskeln sind verkürzt und hypertonisch, andere erschlafft und hypotonisch. Beide Zustände bedeuten deren Abschwächung und eine muskuläre Veränderung und Reduktion der Belastbarkeit. Eine solche Muskulatur sollte in erste Linie nicht übermäßig belastet werden (z.B. mit Krafttraining), viel effektiver ist es, erst die Muskelgruppen bzw. das ganzen System zu entlasten. Es besteht ein Zusammenhang zwischen den neurolymphatischen Reflexpunkten und bestimmten Muskeln sowie Muskelgruppen, inneren Organen und dem Leitbahnsystem der Meridiane (welche eine Übereinstimmung von über 90% mit faszialen Funktionsketten haben). Durch die lokale Entstauung bei der Stimulation von Punkten kann sich die Balance im Muskelapparat deutlich verbessern. Das bewirkt auch eine Erhöhung der Belastbarkeit im Alltag und auch bei sportlicher Betätigung. Auch die Körperhaltung kann sich dadurch verbessern, weil die einzelnen entlasteten Muskelgruppen sich in die richtige Bewegungsstereotype besser integrieren können. So wird der Impuls für eine beginnende Selbstheilung gesetzt oder der Boden für weitere therapeutische Interventionen bereitet, die dem Patienten Erleichterung verschaffen.

Klassische Heilmassage

Neben den rein lokalen Wirkungen auf die Spannungszustände und die Durchblutung der Muskulatur hat die Heilmassage auch tiefer greifende, reflektorische Wirkungen auf das vegetative Nervensystem, das Binde- und Stützgewebe sowie auf die gesamte Statik des Menschen. Eine Lösung muskulärer Blockaden verbessert das Wohlbefinden, fördert die Beweglichkeit und unterstützt die Gelenksmechanik.

Myofasziale Techniken

Sind passive Techniken, die als vorbereitende und/oder begleitende Maßnahmen in der manuellen Therapie eingesetzt werden. Die Myofaszialen Techniken setzen mit ihren Anwendungsweisen daher im komplexen Weichteilbereich unseres Körpers an: bei der Haut, dem Bindegewebe, dem Bänderapparat und der Muskulatur. Hier nutzen sie das "release Phänomen". Das ist ein Entspannungsphänomen, das auftritt, wenn bei der Behandlung der oben genannten Bereiche, unterschiedliche Massage- und Weichteiltechniken angewendet werden. Während einer Behandlung wird der Körper auf sanfte Weise massiert, stimuliert und dazu gebracht, fasziale Verspannungen zu lösen. Dabei ist es wichtig, die myofaszialen Triggerpunkte zu finden und die lokal begrenzten Verhärtungen in der Skelettmuskulatur aufzuweichen.

Manuelle Lymphdrainage

Durch schonende manuelle Griffe, überwiegend an der Körperoberfläche, wird der Abtransport von Gewebsflüssigkeit gefördert. Die Griffe orientieren sich entlang des Verlaufes von Lymphgefäßen in Abflussrichtung. Die leichte Drucksteigerung im Gewebe begünstigt die Aufnahme von Gewebsflüssigkeit über die Initialgefäße in die Lymphbahnen. Die manuelle Lymphdrainage aktiviert das gesamte Lymphsystem und den Lymphstrom und bewirkt damit eine allgemeine Regeneration und Stärkung des Immunsystems. Eine weitere Wirkung ist die schmerzlindernde und die tonussenkende Wirkung auf die Skelettmuskulatur, gleichzeitig beruhigt sie das sympathische Nervensystem und wirkt entspannen.

Kinesiologisches Taping

Das Kinesiotape besteht zu 100% aus Baumwolle und ist mit einem Haftmittel beschichtet, das über die Körperwärme aktiviert wird. Durch den Reiz des Tapes können Bewegungseinschränkungen unmittelbar verbessert, der Bewegungsumfang erhöht und Bewegungsschmerzen gelindert werden. Das Taping fördert eine Verbesserung der Mikrozirkulation und die Aktivierung des lymphatischen und analgetischen Systems, stimuliert bzw. entlastet Muskelpartien, Gelenke und das Lymph- und Nervensystem und verbessert Fehlbelastungen des Bandapparates. Taping unterstützt den körpereigenen Heilungsprozess.

APM nach Penzel

"Krankheit ist eine Störung des Energieflusses", davon war Willy Penzel (1918-1985), der Begründer, überzeugt. Die Akupunktmassage nach Penzel ist eine Behandlungstechnik, die nach dem Grundgedanken der chinesischen Akupunktur-Lehre, über nervös-reflektorische Wege und segmentale Regulationsmechanismen wirkt. Die APM nach Penzel arbeitet mit äußerem mechanischen Druck, wobei der Therapeut mit den Fingerkuppen und dem Massagestäbchen auf der Hautoberfläche dem Verlauf der Akupunkturmeridiane entlang streicht. Wie in der Akupressur sollen auch zusätzlich einzelne Akupunkturpunkte direkt stimuliert sowie die Energieflussstörungen der Wirbelsäule behandelt werden. Durch die APM soll der Energiekreislauf wieder ausgeglichen werden. Für die APM nach Penzel gelten die gleichen Indikationen wie für die Akupunktur, deshalb gilt auch hier die Indikationsliste der Akupunktur nach der WHO.